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Wie sicher oder gefährlich ist reisen in Israel?

Das ist wahrscheinlich die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: Ist Reisen in Israel sicher?

Ja.

Zahal
Ein Soldat auf dem Weg zur Klagemauer.

Ich stehe uneingeschränkt zu dieser Antwort, aber ich kann gut verstehen, wenn sie überrascht. Schließlich hören wir über Israel regelmäßig in Verbindung mit Nachrichten über Gewalt und Krieg. Umso erstaunter sind viele Touristen, wenn sie bemerken, dass sie sich in Israel sicher fühlen, sei es am Toten Meer oder in Tel Aviv am Strand, ja sogar in den Gassen von Jerusalem. Umfragen zeigen, dass Reisende ihre persönliche Sicherheit in Israel als sehr hoch bewerten (und Taxifahrer als sehr schlecht – aber das ist ein anderes Kapitel).

Meiner Meinung nach entsteht das Bild von Israel als einem Land des Kriegs und Terrors nicht zuletzt durch mediale Überinformation. Israel liegt im Zentrum der internationlen Aufmerksamkeit und auch über vergleichsweise kleine Vorfälle wird in den ausländischen Medien groß berichtet.

Dennoch ist Sicherheit natürlich ein Thema in Israel, auch für Israelis. Das zeigen zum Beispiel die zahlreichen Sicherheitskontrollen, z.B. am Eingang von Bahnhöfen und Shoppingcentern, auch vor Supermärkten und Bars gibt es manchmal Taschenkontrollen. In Reaktion auf Terrorangriffe wird nach Schutzmaßnahmen gesucht. Und gleichzeitig haben die Israelis viele Jahre Erfahrung darin, trotzdem ins Cafe zu gehen, Bus zu fahren und allen anderen Geschäften des Alltags nachzugehen. Traurigerweise eine Erfahrung, die seit den Terroranschlägen in Europa auch dort nicht mehr fremd ist.

Dem ausländischen Reisenden springen in Israel die vielen Soldaten ins Auge, die überall im Land präsent sind. Das ist für Deutsche ein ungewohnter Anblick, und manch einen beschleicht dabei ein mulmiges Gefühl – das braucht es nicht. Ja, es gibt in Israel viele Soldaten. Alle Männer leisten drei Jahre Wehrdienst, die Frauen zwei. Und besonders vor und nach dem Wochenende sind sehr viele dieser Soldaten auf den israelischen Straßen unterwegs, um von der Kaserne nach Hause zu fahren und am Samstagabend oder Sonntagmorgen wieder zurück. Zudem gibt es Bildungsausflüge für Soldaten nach Jersualem und häufig werden auch Zeremonien bei der Klagemauer abgehalten. Die wenigsten Soldaten, die dir begegnen, befinden sich gerade im Einsatz.

Ganz unabhängig von der Konfliktlage wird Israel durch andere Faktoren zu einem sicheren Reiseland: Die Kriminalitätsrate ist hier vergleichsweise niedrig (auf Wertsachen sollte man natürlich trotzdem immer acht geben!), die Infrastruktur ist sehr gut, der Straßenverkehr in etwa so sicher, wie in Deutschland. Israel verfügt zudem über ausgezeichnete medizinische Versorgung.

Ich hoffe, dass euch die Inhalte meiner Website gefallen und hilfreich sind. Ich bin bemühe mich sehr, hier wirklich nützliche und aktuelle Informationen zusammen zu stellen, die ihr für eure Israelreise braucht. Wenn ihr mich dabei unterstützen möchtet, könnt ihr die Reisebroschüren kaufen, die ich geschrieben habe. Der Verkauf der Broschüren macht mich nicht reich, ermöglicht es mir aber mehr Informationen über Sehenswürdigkeiten, Touren und die israelische Gesellschaft hier zu veröffentlichen.

Ein weiterer prägender Eindruck, von dem mir viele Besucher in Israel berichtet haben, ist dass die Relationen in den Nachrichten oft ganz anders erscheinen als vor Ort. Demonstranten in Ostjerusalem berühren nicht das Leben am Strand von Tel Aviv, meist nicht mal das in der Jerusalemer Neustadt. Vergleiche hinken bekanntlich, aber Deutschland ist mehr als Oktoberfest und Neuschwanstein und Israel ist mehr als Krieg und Siedlungspolitik.

Das ist gestern in Tel Aviv nicht passiert!

Sicherheitstips für den Aufenthalt in Israel

Hab ein offenes Auge und Ohr für aktuelle Nachrichten. Solltest du während deines Aufenthaltes durch Nachrichten oder etwas, was du beobachtet hast, beunruhigt sein, wende dich an die Mitarbeiter in deinem Hotel oder Hostel oder an andere Einheimische und frag einfach nach. Israelis sind sehr auskuftsbereit und man wird dir gerne erläutern was passiert ist, und sagen, ob aus einheimischer Sicht ein Sicherheitsrisiko an bestimmten Orten besteht. Hör auch auf dein Bauchgefühl: Wenn du dich unsicher fühlst, wirst du keine Freude an den Sehenswürdigkeiten haben. Nimm dir dann für den Tag was anderes vor, es kann gut sein, dass schon 200 Meter weiter eine ganz andere Atmosphäre herrscht.

Und zum Schluss noch ein entscheidender Tip für deine persönliche Sicherheit, den ich wirklich ernst meine: Immer genug Wasser dabei haben! Es sind schon viele Touristen durch Kreislaufkollaps in der Hitze zu Schaden gekommen, nicht durch Krieg oder Terror.

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