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8 Tipps für einen Winterurlaub

Wenn ihr plant, zwischen Oktober und März nach Israel zu reisen, ist dieser Beitrag genau das Richtige für euch! Meiner Meinung nach ist der Winter die beste Zeit, um Israel zu besuchen.

Winter in der Wüste. Vergesst nicht ein paar Shirts einzupacken.

Die Preise sind besser, es ist nicht so kalt und es ist Nebensaison, so dass die wichtigen Sehenswürdigkeiten – wie Masada und die Grabeskirche –  weniger überlaufen sind.
Wenn ihr gerade erst mit der Planung eurer Reise beginnt, empfehle ich euch dringend, euch zuerst den Beitrag oder das Video über die Planung eurer Reiseroute in Israel anzusehen, damit ihr eine allgemeine Vorstellung davon bekommt, was das Land zu bieten hat.

Winterurlaubstipp # 1 – Ab in den Süden

Mein erster Tipp – Verbringt die meiste Zeit im Süden in der Wüste.
Das israelische Tourismusministerium vermarktete Israel viele Jahre als Ziel für Pilger, denn die meisten heiligen Stätten des Christentums liegen in Israel. In den letzten Jahren lag der Fokus auf Tel Aviv und Jerusalem als Kurzurlaubsziel. Ich hoffe sehr, dass sich der Fokus bald darauf verlagern wird, die Wüste als Reiseziel zu vermarkten. 

Die Dinge laufen bereits an, aber bisher erhalten ausländische Touristen kaum Informationen. Die israelische Wüste ist jedoch mit ausgezeichneten Wander-, Rad- und Jeepstrecken das perfekte Winterziel. Wenn ihr zum zweiten Mal in Israel sein solltet und hauptsächlich in der Wüste bleiben möchtet, schaut, ob Billigflüge zu den Flughäfen Ovda, Eilat oder Ramon angeboten werden (mehr über die Flughäfen in Tipp Nr. 4).

Hoch und runter – Timna-Nationalpark, 25 km nördlich von Eilat.

Winterurlaubstipp # 2 – Besuch der Judäischen Wüste

Wenn ihr nur für ein paar Tage kommt und beabsichtigt, in Jerusalem zu bleiben, könnt ihr immer eine Tagestour in die Judäische Wüste unternehmen (auch von Tel Aviv aus möglich, aber dann muss man früh am Morgen aufstehen).
Israel ist klein und unglaublich vielfältig.
Nur eine halbe Autostunde östlich von Jerusalem bringt euch in die Judäische Wüste. Ihr könnt sogar Masada, das Tote Meer und Ein Gedi an einem Tag erreichen, und dies ist in der Tat eine sehr beliebte Tagestour von Jerusalem aus. Man kann aber auch einfach Masada überspringen und einen entspannten Tag an den nördlichen Stränden des Toten Meeres verbringen.
Zwei weitere wichtige Orte nördlich des Toten Meeres sind Qumran und Qasr el Yahud.

In der Umgebung von Ein Gedi seht ihr wahrscheinlich Steinböcke. Sie klettern hier überall und auf allem rum.

Wenn man gerne wandert, sollte man den Nationalpark Ein Gedi besuchen. Dort könnt ihr eine gute Karte käuflich erwerben und 10-15 km lange Wanderungen unternehmen.

Vadi Kelt, auf halbem Weg zwischen Jerusalem und dem Toten Meer gelegen, ist eine weitere Option für eine schöne Wanderung.
Ich habe bereits ziemlich viel über die Judäische Wüste geschrieben: Hier sind einige verwandte Beiträge –

Alles über die Judäische Wüste

Unterkünfte in der judäischen Wüste

Winterurlaubstipp # 3 – Besuch der Negev Wüste

Die Wüste Negev nimmt etwa die Hälfte des Staates Israel ein. Es gibt viel zu sehen und zu tun, aber wenn ihr eure Reise plant, darf Sede Boker und / oder Mitzpe Ramon nicht fehlen.
Sede Boker ist ein Kibbuz, in dem einst Ben Gurion, unser erster Premierminister, gelebt hat und in dem er begraben liegt. Seine Begräbnisstätte ist ein Nationalpark neben dem Kibbuz auf einer Klippe mit Blick auf den Zin Canyon. In dieser Gegend könnt ihr herrliche Wanderungen, Radtouren und Jeep-Touren unternehmen. Ein Akev ist eine sehenswerte kleine Quelle und Wasserstelle.
Ein Avdat National Park im Zin Canyon ist eine weitere beliebte Wanderroute. 15 km südlich liegt der Avdat National Park, bei dem es sich um eine Nabatäer-Ruine handelt (nicht zu verwechseln mit Ein Ovdat).

Mitzpe Ramon liegt auf den Klippen des Ramon-Kraters. Obwohl es sich um eine kleine Stadt mit nur 5.000 Einwohnern handelt und der sozioökonomische Status unter dem nationalen Durchschnitt liegt, empfehle ich diesen Ort wärmstens.
Zuallererst ist der Ramon-Krater einer meiner Lieblingsorte in Israel und die Aussicht ist spektakulär.
Der zweite Grund, warum ich es so gut finde, ist, dass es dort alles gibt: ein Boutique-Hotel direkt an der Klippe, private Jeeptour, günstige Unterkünfte, tolle Wanderwege, gute Restaurants und einen billigen Supermarkt.
Mit dem Auto ist es in der Wüste immer einfacher, aber auch wenn ihr auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen seid, könnt ihr die meisten Orte in der Umgebung von Mitzpe Ramon bequem erreichen. Im Gegensatz zu Eilat (der nächste Tipp), wo man sofort erkennt, dass es sich um eine touristische Stadt handelt, ist der Tourismus in Mitzpe Ramon eine neue Branche, die sich noch in der Entwicklung befindet.

Der Ramon-Krater ist einer der Höhepunkte der Negev-Wüste.

Wenn ihr gerne wandert, schaut euch dieses Wandergebiet an.

Winterurlaubstipp # 4 – Besucht Eilat (oder landet wenigstens dort)

Wie viele israelische Reiseleiter bin ich nicht besonders an Eilat interessiert und normalerweise empfehle ich den Leuten nicht dorthin zu reisen.

Es gibt billigere und schönere Urlaubsziele in Europa. Und wenn man die Grenze von Eilat zur jordanischen Seite, nach Aqaba oder zur ägyptischen Seite zum Sinai überquert, fallen die Preise um 50%. Im Sommer und an jüdischen Feiertagen gehe ich definitiv nicht dorthin, aber vielleicht bin ich mit der Stadt etwas zu hart. Viele meiner israelischen Reiseleiterfreunde mögen die Stadt. 

Die Hotels, die etwas weiter vom Strand entfernt sind, sind viel günstiger, die Berge von Eilat mit ihren vielen Wanderwegen sind fantastisch. Darüber hinaus gibt es das Rote Meer, wo man tauchen, schnorcheln und schwimmen kann (auch im Dezember).

Eilat winter vacation
In Eilat gibt es zwei Strandbereiche: den nördlichen Teil, die Promenade, an der sich viele der großen Hotels befinden, die ich nicht mag, und die südlicheren Strände, die viel besser sind, wie der Strand von Mosh (freier Eintritt) oder das Eilat Coral Beach Naturschutzgebiet, in das ihr gehen solltet, wenn ihr tauchen möchtet.
Eilat winter vacation
Das Unterwasserobservatorium. Wenn ihr mit Kindern reist, ist dies ein Muss. Es ist ziemlich klein und beliebt, daher ist es am besten, früh am Morgen dorthin zu gehen, bevor es voll wird.

Der große Vorteil von Eilat ist, dass viele günstige Flüge von Europa zum Flughafen Eilat, der sich in der Stadt befindet, und zum Flughafen Ovda, einem Militärstützpunkt 20 km nördlich von Eilat, angeboten werden. Von hier aus kann man einen Shuttlebus nach Eilat und zum New Ramon Airport nehmen, der voraussichtlich Ende 2019 (oder 2020 oder 2021…) eröffnet wird und die beiden anderen ersetzt.

Wenn es euer zweiter Besuch in Israel ist und ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten schon gesehen habt oder wenn ihr im Winter kommt und einfach nur in der Wüste bleiben und viel Geld für den Flug sparen möchtet, dann lohnt es sich, hierher zu kommen.

Winterurlaubstipp # 5 – Weihnachten

Obwohl der Winter in der Nebensaison liegt, gibt es rund um Weihnachten einen Höhepunkt bei den Touristenzahlen (und Preisen), da viele die Ferienzeit nutzen, um die heiligen Stätten zu besuchen. Wenn ihr plant, zu dieser Jahreszeit nach Israel zu kommen, solltet ihr rechtzeitig buchen.

Jerusalem und Bethlehem sind sehr gefragt. Wenn ihr also weniger an der religiösen Seite Israels interessiert seid, vermeidet es, am 24. Dezember in Jerusalem zu sein.

Der einzige große jüdische Feiertag im Winter ist Chanukka. Dann werden auch die Preise höher sein. Ihr könnt hier checken, wann das nächste Chanukka-Fest stattfindet.

Winterurlaubstipp # 6 – März (Frühling)

Wenn ich die beste Zeit für einen Besuch in Israel wählen müsste, würde ich März sagen (aber vor Pessach). Es ist immer noch Regen möglich, aber die Temperaturen liegen meist über 24 ° C, alles ist grün und blüht, die Wüste ist heiß, aber nicht zu heiß. Die Flüsse und Badestellen sind reich gefüllt und es ist die beste Zeit zum Wandern in ganz Israel.

spring in Israel
März in Israel. Ihr könnt nichts falsch machen. Einfach alles ist schön.

Winterurlaubstipp # 7 – Geht zum Strand!

Der Sommer in Israel ist sehr heiß und der Winter ist meistens nicht so kalt, um die 20 ° C. Ihr könnt an den meisten Tagen im Dezember in T-Shirt in Tel Aviv rausgehen.
Es kann regnerisch und stürmisch sein, aber zwischen November und März ist das Wetter an den meisten Tagen perfekt für den Strand. Israelis gehen normalerweise nicht unter 25 ° C ins Wasser, aber das bedeutet nicht, dass ihr es nicht könnt! Ich liebe es, im Winter zum Strand zu gehen, wenn das Wasser klar ist, es keine Quallen gibt und es nicht überfüllt ist. Vergesst also nicht, eure Badesachen mitzunehmen!

HaBonim Strand: einer meiner Lieblingsstrände. Man kann hier auch campen.

Winterurlaubstipp # 8 – Die Nachteile

Ich ziehe immer den Winter in Israel vor, aber wie alles andere gibt es auch Nachteile und es gibt Dinge, die man kennen und einplanen sollte.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist es meistens nicht wirklich kalt: Die Durchschnittstemperatur im Januar in Tel Aviv liegt bei 20 ° C, und tagsüber ist ein T-Shirt normalerweise ausreichend, aber es gibt einige stürmische Tage, an denen man nicht so gerne draußen sein möchte.

Ein typischer Wintertag in Tel Aviv.

An Orten in großer Höhe kann es auch sehr kalt werden. Jerusalem liegt in einer Höhe von 800 Metern, ebenso wie Mitzpe Ramon, obwohl es in der Wüste liegt. Nachts kann es sehr kalt werden oder sogar schneien. Man sollte also geeignete Kleidung mitbringen.
Es ist auch zu beachten, dass es nicht oft regnet, aber wenn dies der Fall ist, schüttet es normalerweise wie aus Eimern. Man wird definitiv nass. Wenn es also eine hohe Regenwahrscheinlichkeit gibt, solltet ihr unbedingt drinnen bleiben.

Tel Aviv in winter

Wenn ihr Wandern in Betracht zieht, müsst ihr zwei wichtige Punkte beachten: genügend Wasser bei euch zu haben und Überschwemmungen zu umgehen.

Ich habe viele Reisende gesehen, die mit nur einer Flasche Wasser lange Wanderungen unternommen haben. Man benötigt mindestens 4,5 Liter pro Tag und mehr, wenn man vorhat, draußen zu schlafen, wo sich die Wasserflasche nirgends auffüllen lässt.

water in the desert
Wasser in der Wüste. Ihr könnt viel Spaß haben, die Wasserstellen in der Wüste genießen oder eine Sturzflut beobachten, aber es kann auch sehr gefährlich sein. Sprecht immer mit den Rangern und fragt nach, egal wo ihr euch gerade aufhaltet.

Zu Beginn und am Ende des Winters, also Oktober und März, kommt es in den Wadis häufig zu Überschwemmungen (ein Wadi ist ein trockenes Flussbett oder ein Tal, in dem Wasser nur fließt, wenn es regnet).

Wahrscheinlich werdet ihr gewarnt, bevor ihr zu Orten fahrt, an denen dies möglich ist. Man kann aber nie wissen, wann es passiert, da es nicht an eurem Standort regnen muss, um euch zu erwischen. Normalerweise regnet es in den Bergen um Jerusalem und eine Stunde später kommt es in den Wadis der Judäischen Wüste, die das gesamte Wasser abfließen lassen, zu Überschwemmungen.

Und noch eine Kleinigkeit: In Israel werden die Häuser für den Sommer gebaut und sollen vor allem vor Hitze geschützen. Für kühle Tage sind sie weniger gut augestattet und es gibt keine Zentralheizungen.

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